100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland

Gerade mal einhundert Jahre ist es her – 1918 erst wurde in Deutschland das Frauenwahlrecht eingeführt. Seitdem hat sich viel getan, viele Vorurteile und Vorbehalte gegenüber Frauen wurden überwunden. „Wir haben deshalb allen Grund die mutigen Vorkämpferinnen zu würdigen“, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung des Ministeriums für Soziales, Integration und Gleichstellung: „Gleichzeitig gilt auch für die Gegenwart: Gleichberechtigung und gesellschaftliche Emanzipation sind nichts Selbstverständliches. Sie müssen auch heute erkämpft werden. So erleben wir gerade weltweit, aber auch in Deutschland, dass von bestimmten Kreisen sicher geglaubte demokratische Errungenschaften in Frage gestellt werden und Erfolge der Gleichstellungspolitik herabgesetzt werden. Alle Akteurinnen und Akteure in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sind deshalb dazu aufgerufen, bei ihrem Einsatz für Akzeptanz, Chancengleichheit und gerechte Teilhabe aller Menschen nicht nachzulassen und diese wichtigen demokratischen Grundwerte zu verteidigen und weiterzuentwickeln“.

Auch die Ministerpräsidentin des Landes, Frau Manuela Schwesig, fand während ihres 1. Empfangs anlässlich des Internationalen Frauentages deutliche Worte für Erreichtes, aber auch für noch nicht Erreichtes. Die Veranstaltung zum Jahrestag des Frauenwahlrechts am 5.3. im Plenarsaal des Landtages zeigte eindrucksvoll, wie schwer der Weg bis zur Erlangung des Wahlrechtes war. „Die Veranstaltung „Was soll die Frau in der Politik?“ war ein gelungener Mix aus Fakten, Zeitreise und Entertainment,“ zog Claudia Röske, Mitarbeiterin der Gleichstellungsbeauftragten von Rostock, Resümee. „Die fein aufeinander abgestimmte Komponenten aus Vortrag, Schauspiel/Gesang und Präsentation haben in ihrem „Wechsel“-Zusammenspiel die Vergangenheit lebendig werden lassen und dabei viel Wissen vermittelt. So spannend kann Geschichte sein – und so wenig selbstverständlich ist Demokratie!“

Sehen Sie auch einen Filmbeitrag zum Thema: https://youtu.be/58HmxaTTj-U

Übrigens: Die oben abgebildete Postkarte lassen wir als gemeinsame Aktion aller LFRs drucken – sie ist dann kostenlos bei uns erhältlich, zur Verteilung auf Veranstaltungen usw.