One Billion Rising – in Rostock und überall auf der Welt

Am 14. Februar war es nun so weit: Weltweit tanzte eine Milliarde Menschen, um ein Ende der Gewalt gegen Frauen und die Gleichberechtigung von Frauen und Männern zu fordern. Und auch wir waren Teil dieser „one billion“ – auf dem Rostocker Universitätsplatz. Das Engagement in allen Teilen der Erde geht zurück auf die Initiative der Künstlerin und Feministin Eve Ensler aus dem Jahre 2012. Schnell griff der Gedanke von New York auf andere Orte und Länder über, wurde es zu einer weltweiten Bewegung von Frauen für Frauen: Gemeinsam Tanzen gegen Gewalt – insbesondere gegen Frauen und Mädchen – und das nicht nur am 14. Februar.

„Das ist für uns Grund genug, hier heute erneut ein Zeichen zu setzen, unsere Stimme zu erheben und gemeinsam tanzend gegen Gewalt zu demonstrieren“, hieß es in den eröffnenden Worten von Birgit Kähler, Mitarbeiterin desRostocker Frauenhauses zur Aktion. In diesem Jahr rücken die Organisatorinnen das Thema Solidarität in den Focus: „Gerade in einer Zeit, in der sich Patriarchen der Welt versammeln, um die Rechte der Frauen zu reglementieren, ist es aktueller denn je sich proaktiv für Menschenrechte einzusetzen.“ Und das taten an diesem Tag Menschen aus ganz M-V – nicht nur in Rostock wurde getanzt, sondern auch in in Anklam, Rostock und Schwerin. „Für viele Betroffene ist es sehr entlastend, von anderen zu erfahren: Me too – Mir ist es auch passiert!“, weiß Petra Antoniewski von der Fachberatungsstelle gegen sexualisierte Gewalt zu berichten. Sie fordert alle auf, das Schweigen zu brechen. Besonders diejenigen, die es schon immer geahnt, sich aber in Wegschauen oder Bagatellisierung geflüchtet haben. „Dafür tanzen wir, egal ob betroffen oder nicht! – als Ausdruck von Haltung und Solidarität“.