Was verbindet unseren Apfel mit der Tomate?

Ein Tomatenwurf, genau heute vor 50 Jahren, gilt das Initialzündung für die neue Frauenbewegung im Westen Deutschlands. Am 13. September 1968 warf die Feministin Sigrid Rüger Tomaten auf die SDS-Genossen, als diese sich weigerten, auf einer Versammlung endlich einmal über die Gleichberechtigung der Geschlechter zu reden. Ein gerade gegründeter Aktionsrat zur Befreiung der Frauen hatte dies von der durchweg männlichen Führungsriege des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes gefordert. Im Zuge des Eklats um den Tomatenwurf gründeten sich an verschiedenen deutschen Universitäten feministische ‚Weiberräte‘, die die zweite Welle der Frauenbewegung vorantrugen.

Wir sehen uns heute in der Tradition dieser Frauenbewegungen. Es ist wichtig, sich an die früheren Aktivistinnen zu erinnern, daran wofür sie standen, was sie erreicht haben und was noch nicht. Damit wir ihre Arbeit fortsetzen könne. In diesem Sinne: Feminismus ist gesund!

Und hier ein interessantes Feature zum Tomatenwurf und den neuen Frauenbewegungen: http://www.deutschlandfunkkultur.de/der-befreiende-tomatenwurf-von-1968-beginn-der-neuen.976.de.html?dram:article_id=427874